Termine

67. Weltpflügermeisterschaft

So | 02.08.20 - So | 09.08.20

St. Petersburg, Russland

Die 67.Weltpflügermeisterschaft findet am 8.August 2020 (Stoppel) und 9.August 2020 (Grasland) statt in St. Petersburg und der Region Leningrad in Russland statt.

Zur Veranstaltung gibt es zwei verschiedene Besucherpakete, die von den russischen Organisatoren angeboten werden. Es wird ein 10-Tages-Programm und ein Füpnf-Tage-Programm geben. Weitere Informationen können schon jetzt auf der Homepage der russischen Organisatoren abgerufen werden (englisch).

Bundesentscheid 2020

Do | 27.08.20 - So | 30.08.20

Hehlinger Hof, 57614 Wahlrod

Der Bundesentscheid 2020 findet im Westerwald statt. Vielen Pflugbegeisterten wird der Austragungsort noch in bester Erinnerung sein. Denn schon vor 8 Jahren war der Hehlinger Hof Gastgeber der Deutschen Meisterschaft.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung: Flyer Bundesentscheid

Deutsche Meisterschaft im Oldtimerpflügen

Sa | 12.09.20 - So | 13.09.20

31303 Burgdorf-Otze

 

Die 19. Deutsche Meisterschaft im Oldtimerpflügen findet am 12./13. September im niedersächsischen Burgdorf-Otze statt. 

Nach der Anreise der Teilnehmer findet am Samstag das Probetraining statt. Abends wird auf dem Hof Lahmann in Otze gemeinsam 40 Jahre Leistungspflügen in Otze gefeiert.

Am Sonntag werden ab 10:30 Uhr die besten Oldtimerpflüger Deutschlands in den verschiedenen Wettbewerbsklassen gesucht. Die Austragungsflächen in Otze sind ausgeschildert. Um 16:00 Uhr werden die Sieger auf dem Feld bekannt gegeben. 

 

Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Deutsche Meisterschaft im Oldtimerpflügen.

Pflügen

Pflügen, die erste und wichtigste Arbeit des Jahres beim planmäßigen Anbau von Nutzpflanzen, garantiert seit über Jahrtausenden die Frucht­barkeit der obersten Erdschicht. Über die reine Kulturmaßnahme hinaus entstanden in den vergangenen sechzig Jahren Wettbewerbe um das handwerkliche Geschick im Umgang mit dem Pflug. Das Leistungspflügen stellt dabei einen öffentlichen Wettbewerb um das beste Ergebnis beim Pflügen – der Königsdisziplin unter den landwirtschaftlichen Tätigkeiten – dar, bei der es vordergründig um das Ziehen gerader Furchen und das korrekte Wenden des Bodens geht.

Neben der Schaffung messbarer und vergleichbarer Bewertungskriterien kommt den Wettbewerben des Leistungspflügens aber noch weitrei­chendere Bedeutung zu: sie sind Berufswettbewerb, landwirt­schaftliche Brauchtumspflege sowie Öffentlichkeits- und Imagearbeit zugleich.

Nach der Katastrophe des zweiten Weltkriegs wuchs in vielen Ländern die Erkenntnis, dass eine ausreichende Produktion an Nahrungsmitteln einen wesentlichen Beitrag für die Friedenssicherung darstellt. Unter dem Motto „pax arva colat“ – „Der Friede bestelle das Land“ entstand mit der Gründung der Weltpflügerorganisation (WPO) im Jahre 1953 eine weltweite Friedensbewegung mit dem Ziel, verbesserte Bodenbe­arbeitungsmethoden zu etablieren und den internationalen Verbund der Landwirte zu stärken.

Dabei ist das Leistungspflügen keineswegs eine Erscheinung der Neuzeit. Bereits im 8. Jahrhundert, beim Vordringen der Sachsen auf den britischen Inseln, sollen die Neuankömmlinge den Alteingesessenen bei großange­legten Pflugschauen mit Ochsengespannen ihre Überlegenheit im Acker­bau demonstriert haben. In späteren Zeiten gingen Könige und Kaiser beim Demonstrationspflügen oft selbst hinter dem Pflug, um ihre Bauern von der Notwendigkeit einer ordentlichen Bodenbearbeitung zu überzeugen.

Die Leistungsschau der Landwirte soll neben dem Berufswettkampf auch dazu dienen, den Stellenwert der Landwirtschaft und der Bodenbear­beitung in der breiten Bevölkerung zu steigern und ein Verständnis für die ökonomischen und ökologischen Zusammenhänge in der Nahrungsmittel­produktion zu schaffen.

Auf zwischenmenschlicher Ebene bieten die Wettkämpfe darüber hinaus eine Möglichkeit zum lokalen, nationalen und internationalen fachlichen Austausch zwischen Landwirten und steigern dadurch das Zusammen­gehörigkeitsgefühl eines lebensgrundlagenschaffenden Berufszweigs.